Und prüfe, was auf ewig bindet …

Nun ist geschafft: Die Doktorarbeit ist fast fertig, ein paar letzte Korrekturen und dann ab zum Druck. Aber halt: einfach in den Copy-Shop und dann im Selbstverlag? So einfach das auch klingen mag, ein paar Überlegungen gibt es schon:

  • Die Doktorarbeit, besser die Dissertation, hat im wissenschaftlichen Fachverlag mehr Chancen, im unübersichtlichen Dschungel der Bücherwelt gefunden zu werden:
    • Es erhält eine ISBN, mit der es für Verlage einfach zu bestellen ist
    • Das Buch wird in vielen wichtigen Verzeichnissen wie dem Verzeichnis lieferbarer Bücher, Amazon oder Grossisten gelistet
    • EIn guter Fachverlag macht sowohl Marketing wie Vertriebsunterstützung für seine Publikationen
    • Sehr wichtig: Lektorat und Korrektorat. Fragen Sie Ihren Verlag nach einem Korrektorat, dann erhalten Sie i.d.R. wichtige Rückmeldungen für Orthografie, Punkt- und Kommasetzung und Vorschläge für eine leichtere Lesbarkeit. Bei einem Lektorat wird Ihre Arbeit gründlich gegengelesen, auf inhaltliche und fachliche Richtigkeit geprüft und entsprechend verbessert
    • Auffindbarkeit im Internet: Über die Listung und die Marketingleistungen des Verlags ist Ihre Doktorarbeit anhand von Suchmaschinen-relevanten Schlüsselwörtern für andere Wissenschaftlicher leichter auffindbar.
  • Impact Factor: Anders als eine Veröffentlichung in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift hat die Veröffentlichung einer Monografie, einer Dissertation oder Habilitation in einem wissenschaftlichen Fachverlag ein ungleich höheres Gewicht.
    • Anstelle von langwierigen Peer-Reviews erfolgt die Publikation im Fachverlag zudem sofort und ohne Verzögerung.
    • Hat der Fachverlag zudem eine gute Longlist und ist im Fachbereich bekannt, erhöht auch dies das Renommee der Veröffentlichung.
  • Qualität: Wollen Sie das Ergebnis jahrelanger Forschungsarbeit einem nach vielen Jahren in Ehren vergilbtem Fotokopierer anvertrauen, mit einem farbigen Elefantenhaut-Karton veredeln und dann mit einer Ringbindung oder Heißleimung binden? Oder soll die Dissertation auch noch nach vielen Jahren gut aussehen?
    • Echte Verleger drucken in hochwertiger Digitaldruck-Qualität
    • Gute Verlage nutzen keine billige Heißleimung, sondern qualitativ bessere Kaltleimung
    • Individuell gestaltete Cover runden das Erscheinungsbild ab

Manche mögens heiß: Heißleim oder Kaltleim?

Beim Thema Klebebindung bleiben wir kühl, denn im Cuvillier Verlag nehmen wir es mit der Qualität sehr genau. Wenn ein Buch lange halten soll, dann braucht es mehr als eine schnelle Heißleimbindung. Heißleim ist kostengünstig und schnell, da er nicht in die Fasern des Papiers am Buchrücken eindringt, sondern die Seiten mit einer dicken Leimschicht zusammen klammert. Insbesondere bei preiswerten, stark holzhlatigen Papieren ist Heißleim eine gute Wahl, hat aber den Nachteil, dass der Leim nach wenigen Jahren brüchig werden kann und die Seiten sich aus dem Leimverbund lösen. Stark holzhaltige Papiere haben dazu eine unebene, durchaus griffige Oberfläche, sind aber für hochwertige Drucke nicht geeignet.

Cuvillier achtet schon beim Papier auf Nachhaltigkeit und verwendet nur ausgesuchte Papiere, die wenig Holzfasern enthalten – schon aus Eigennutz, denn holzhaltiges Papier verschmutzt die hochwertigen Digitaldruckmaschinen und ergibt kein wirklich sauberes Druckbild. Daher nutzt Cuvillier nur gestrichene Papiere im Digital- und Bilderdruck und bindet alle Publikationen mit dem aufwändiger zu verarbeitenden, aber deutlich beständigerenn Kaltleim. Kaltleim hat gegenüber Heißleim die besseren Klebeeigenschaften, weil er langsam trocknet und so in das Papier eindringen kann und über Jahre hinweg elastisch bleibt. Dazu wird der zukünftige Buchrücken mit einer speziellen Raspelmaschine angerauht, damit das Papier noch saugfähiger wird und der Leim tief in das Papier eindringen kann. Dafür benötigt der Leim natürlich Zeit, so dass zwischen Leimung, Zuschneiden und Auslieferung i.d.R. eine Nacht „Pause“ für die Publikation liegt. Dafür hat der Leser aber deutlich länger Freude am Buch, weil der Buchrücken auch nach vielem Öffenen und Umblättern stabil bleibt und sich keine Seiten aus dem Leimverbund lösen.