Ob für eine Bachelor- oder Masterarbeit, Dissertation oder für wissenschaftliche VeröffentlichungenMendeley erleichtert Literatursammlung und das Zitieren in einem. Dabei kann man das Tool nicht nur für sich selbst einsetzen: seine Funktionen erlauben es, kooperativ in einer Gruppe an einer wissenschaftlichen Arbeit zu schreiben und sich über das angeschlossene Social Network mit Kollegen weltweit auszutauschen.

So arbeitet Mendeley

Mendeley bietet mehrere Komponenten zur leichteren Literaturverwaltung

  • Die Mendeley Desktop-App ist die zentrale Arbeitsstelle. Hier werden alle Literaturquellen, egal ob als PDF oder Text, verwaltet
  • Plugins für Word und OpenOffice/LibreOffice erlauben es, einfach Literaturquellen im eigenen Manuskript zu zitieren und durch ein dynamisches Verzeichnis den Überblick zu behalten.
  • Ein Webimporter, mit dem man leicht Webquellen zitieren und importieren kann – auch aus Bibliothekskatalogen und Datenbanken
  • Eine umfangreiche Web-Anwendung (auch als App) zum mobilen Arbeiten, zur Verwaltung der Literatursammlung und zur Nutzung des angeschlossenen Social Networks

Mendeley zeigt seine Stärken vor allem in der Verwaltung von PDF-Dokumenten. Der Import erfolgt per Drag&Drop oder über einen Watch-Folder, der automatisch alles importiert, was dort abgelegt wird. Gespeicherten Artikel oder PDFs werden automatisch in die Mendeley-Datenbank eingepflegt. Bei aktuellen Artikeln erfolgt die Eingabe von Autoren, Fachzeitschrift und Co. automatisch, so dass auch hier die nervige und zeitraubende manuelle Eingabe entfällt. Lediglich bei alten Artikeln erfolgt die Eingabe manuell, aber auch dabei unterstützt Mendeley mit einem eigenen Katalog. Fehlende bibliografische Angaben können aus verschiedenen Datenbanken importiert und verknüpft werden. PDFs werden direkt mit Mendeley bearbeitet, markiert, kommentiert und ausgedruckt.

Arbeiten mit Mendeley

Mit dem Plugin für Textverarbeitungsprogramme wie Word, OpenOffice und LibreOffice werden Literaturnachweisen für jedes verwendete Zitat im Dokument eingefügt. Zusätzlich kann ein Literaturverzeichnis erstellt werden, das alle im Dokument eingefügten Literaturnachweise beinhaltet. Dabei sind alle gängigen Zitationsformen bereits hinterlegt und können unkompliziert individualisiert werden.

Zudem hat Mendeley die attraktive Möglichkeit, die Literatursuche im Netz zu unterstützen, indem Artikel aus dem Browser per Klick in die eigene Online-Datenbank hinzugefügt werden können. Diese web-basierte Komponente kann jederzeit mit der stationären Mendeley-Version synchronisiert werden.

I-Tüpfelchen: ihr habt die Möglichkeit, euch mit Kollegen zu vernetzen, nach Personen und Arbeitsgruppen zu suchen, mit ihnen Nachrichten auszutauschen, Bibliografien zu teilen und zu suchen oder eigene Artikel freizugeben.

Mendeley im Überblick

  • 2 Versionen: Free und Bezahlmodell mit weiteren Funktionen. Die Hauptfunktionen sind kostenlos
  • Für MAC und WIN + iTunes und Android Apps
  • Import über Arxiv, DOI, PMID
  • Import aus EndNote, BibTeX, RIS und Zotero-Daten
  • Plugin für Microsoft Word, OpenOffice und LibreOffice. In Google Docs und LaTex können Zitationen kopiert werden.
  • Etliche Zitationsstile schon voreingestellt, weitere herunterladbar oder über einen Editor einstellbar
  • Export für EndNote, BibTeX, RIS usw. sehr einfach gestaltet

Wer hat Mendeley erfunden? Drei Deutsche Victor Henning, Jan Reichelt und Paul Föckler starteten 2009 das Unternehmen Mendeley.

Mendeley lässt sich einfach installieren und fällt vor allem durch eine hilfreiche Community auf.

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