Entwicklung der Wirtschaft in Russland seit 1991

Göttingen, den 04. Dezember 2017. Seit den Sanktionen aufgrund der Krimkrise 2014 stehen die deutsch-russischen Handelsbeziehungen im Fokus der Öffentlichkeit. Politik, Wirtschaftsverbände und NGOs erhofften sich von den Sanktionen eine Änderung der russischen Politik, dennoch stieg der Warenverkehr zwischen beiden Staaten Anfang des Jahres um mehr als 37%. Doch welche Industriezweige profitieren besonders von den verbesserten Beziehungen – und wohin fließen ausländische Investitionen heute? Eine Antwort gibt das neue Buch Wirtschaftspartner Russland von Prof. Dr. Bernd R. Müller, ausgewiesener Russland-Kenner der Hochschule Niederrhein.

Viel Landwirtschaft, eine niedergehende Industrie und ein darbender Dienstleistungssektor – das sind nach landläufiger Vorstellung die Wirtschaftssektoren Russlands. Doch tatsächlich stieg der Anteil von Dienstleistungen des russischen BIP von 2006 zu 2016 von 58% auf 63%. Der Anteil der Industrie hingegen sank von 37% auf nur noch 32% – hier stimmt das Bild, wie die Grafik von Statista beweist:

Russland: Anteile der Wirtschaftssektoren am Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2006 bis 2016Auch die brutale und in vielen Fällen mit hochgradiger Korruption verbundene Privatisierung insbesondere der Rohstofkonzerne (Ausnahme: Gassektor) ist bekannt, die dafür verantwortlichen Oligarchen zum Teil heute noch aktiv oder, wenn sie sich gegen die aktuelle Politik gewandt haben sollten, in tiefem Konflikt mit der Regierung. Dazu kommt eine weitreichende Verzahnung zwischen Finanzinstitutionen und großen Industriekonglomeraten – alles bekannt und bestens beleuchtet.

Wer jedoch an Investitionen in Russland interessiert ist, sollte die Vielfältigkeit der russischen Wirtschaft verstehen – und vor allem die russische Sicht auf die WTO. Denn ob Energiewirtschaft oder Maschinenbau, Stahlindustrie oder die fast nicht vorhandene Automobilindustrie – immer muss Korruption, Kapitalflucht (Kapitalexport aus russischer Sicht) betrachtet werden. Bernd R. Müller beschreibt die einzelnen Sektoren der russischen Wirtschaft detailliert, mit dem Blick des Kenners, aber auch mit dem besorgten Blick des Wirtschaftsexperten.

So werden auch die vielfach wenig beachteten Bereiche von IT, der Chemi- und Pharmaindustrie sowie die Bau- und Immobilienwirtschaft eingehend betrachtet und auf Chancen und Risiken abgeklopft. Herausgekommen ist ein vielfältiges Buch, das nicht nur für Universitäten sinnvoll ist, sondern für alle Kenner der Ost-West-Wirtschaft ein grundlegendes Kompendium darstellt.

Wörter: 321
Zeichen: 2.150

Zum Autor: Bernd R. Müller ist Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Finanzwirtschaft am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Hochschule Niederrhein, Mönchengladbach. Professor Müller ist ferner Koordinator des Forums Banking & Finance der Hochschule Niederrhein sowie von diversen Kooperationen mit Unternehmen der Finanzbranche. Aus der Zusammenarbeit mit letzteren und den engen Verbindungen der Hochschule mit russischen Bildungseinrichtungen in St. Petersburg, Ulyanovsk und Nishnij Nowgorod entstand die Idee zu diesem Buch.

Autor: Titel der Publikation.  Erschienen im Cuvillier Verlag 2017.

Printausgabe ISBN 978-3-73699-557-4 , € 49,80.
E-Book ISBN 978-3-73698-557-5 ,  € 34,90.

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