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13.05.2020

Schwarze Datenbanken

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Studierenden und Forschenden fehlt oftmals der Zugang zu relevanten Essays, Artikeln und Forschungsschriften. Daher plädieren viele Forschende für ‚Open Access Guerilla‘ in Form von sogenannten Schwarzen Datenbanken.


Die grenzenlose Überteuerung von Lizenzen für Journals der großen Verlage Elsevier, Taylor & Francis Group, Wiley-Blackwell, Springer, Holtzbrinck oder Oxford University Press führt dazu, dass Universitäten die Kosten nicht mehr tragen können oder wollen. Studierenden und Forschenden fehlt daher oftmals der Zugang zu relevanten Essays, Artikeln und Forschungsschriften. Open Access als bisherige Reaktion auf die weitgehend unbezahlbaren Zeitschriftenlizenzen geht einigen nicht weit genug bzw. ist für viele Universitäten und Forschende bereits zu teuer. Daher plädieren viele Forschende für ‚Open Access Guerilla‘ in Form von sogenannten Schwarzen Datenbanken.

Was sind schwarze Datenbanken?

Schwarze Datenbanken oder auch „Schattenbibliotheken [genannt] sind Internetdienste, die ohne Zustimmung der Rechteinhaber allen Interessierten den Zugriff auf wissenschaftliche Literatur ermöglichen. Die Dienste greifen auf rechtswidrig erstellte Datenbanken mit wissenschaftlichen Volltexten zu“ (Strecker 2017, n.pag.). Library Genesis (LibGen) und besonders Sci-Hub sind solche Datenbanken, die noch nicht enthaltene Artikel von den Internetseiten der jeweiligen Verlage herunterladen, indem sie „Zugänge [nutzen], die etwa von ForscherInnen an Universitäten oder Bibliotheken stammen“, und diese dann auf ihren Seiten hochladen (Strecker 2017, n.pag.). Dies bedeutet, Forschende können einen Artikel, der noch nicht in der Datenbank ist, ‚bestellen‘ und Sci-Hub oder LibGen hacken sich in die nötigen Verlagswebseiten, um diesen bereitzustellen (Strecker 2017, n.pag.).

Der finanzielle Schaden, der diese Datenbanken den Verlagen und Autoren weltweit zufügen, ist enorm. Doch Großkonzerne wie Elsevier lassen sich dadurch bislang nicht von ihrer Argumentation abbringen, die jährliche Preissteigerung sei zu rechtfertigen durch den „logistischen Aufwand und [die] Qualitätsprüfung“ (Kühl 2016, n.pag.).

Was sind die Konsequenzen?

Eben jenen kleineren und mittelgroßen Verlagen droht das Aus, also folglich auch der gesunden Verlagslandschaft in Deutschland, während das Oligopol durch seine finanziellen Daumenschrauben Studierende und Forschende weiterhin dazu zwingt, sich durch die Verletzung der Urheberrechts durch Nutzung von Sci-Hub strafbar zu machen (Strecker 2017, n.pag.). Gegen diese Situation muss zugunsten der wissenschaftlichen wie auch wirtschaftlichen Zukunft Deutschlands dringend vorgegangen werden, denn es zerstört systematisch die jahrzehntelang gewachsene Verlagslandschaft der Bundesrepublik.


Quellen:

Kühl, Eike. „Wer will das Wissen?“ Zeit Online.
16. Feb 2016. http://www.zeit.de/digital/internet/2016-02/sci-hub-open-access-wissenschaftpaper 
gratis Abruf am
2017-09-15.

Strecker,
Dorothea. „Schattenbibliotheken: Ein Krisensymptom
der Wissenschaft.“ iRights.info. 11. August 2017. Web [28.08.2017].
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