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20.04.2022

Die Restaurierung historischer Gartenanlagen

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Landschaftsgärten existieren in vielfältigen Formen. Früher häufig symbolischer Natur fördern sie heute den Erhalt von Natur und Kultur. Während der Pandemie wurden sie zudem als Unterhaltungsquelle mit einfachem Social Distancing und darüber hinaus als umweltpsychologische Intervention populärer.


In ihrem Sachbuch „Heritage, Landscape and Restoration of Historical Gardens“ betrachtet die Herausgeberin Maria Bostenaru Dan, gemeinsam mit weiteren Autor:innen, historische Gartenanlagen durch multidisziplinäre Perspektiven. Ausgangspunkt der Betrachtung sind die Landschaftsgärten des Adelsgeschlechts Károlyi.


Das Adelsgeschlecht


Die Károlyi-Familie gehört zu den ältesten Adelsfamilien Ungarns und lässt sich auf die Familie Kaplon aus dem 13. Jahrhundert zurückführen. Den Stammsitz der Familie, das Schloss Károlyi in Nagykároly im heutigen Rumänien, erbaute László Károlyi Lancz 1482.

Das Adelsgeschlecht errichtete und prägte darüber hinaus weitere Anwesen, zum Beispiel:

  • Der Tót-Megyer-Landsitz mit englischem Landschaftspark im heutigen Palárikovo in der Slowakischen Republik
  • Ein Landsitz in Stomfa (Deutsch: Stampfen) in der Slowakei mit englischem Garten, heute im Besitz des selbstverwalteten Bratislavaer Landschaftsverbands
  • Der ehemalige Landsitz der Pálffy in Bátorkeszi (Bátorove Kosihy) in der Slowakei mit Garten im Renaissance-Stil, nicht erhalten

Mehrere dieser Gärten werden auch in der Veröffentlichung von Bostenaru genauer betrachtet.

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Seite 34

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Seite 37


Multidisziplinäre Perspektiven


Historische Landschaftsgärten können für verschiedenste wissenschaftliche Fachbereiche interessant sein, denn sie vereinen die Landschaftsarchitektur, die Gartenbauwissenschaften und die Kunstgeschichte miteinander. Gleichzeitig kann der Aufenthalt in solchen Anlagen als Intervention zum Beispiel für die Umweltpsychologie bedeutsam sein: Die Erkenntnisse dieser können wiederum in der Architektur, zum Beispiel in der Stadtplanung angewandt werden. Aber auch in der Psychologie, u. A. bei der Betrachtung von Interventionen während der Pandemie, kann dieses Wissen Anwendung finden.


Die Restaurierung historischer Gartenanlagen


Um die kulturelle Bedeutung historischer Gartenanlagen für die Zukunft zu bewahren, müssen die Gärten erhalten und nachhaltig restauriert werden – von spezialisierten Fachkräften. Der Grund: Forschungslücken, zum Beispiel zur historischen Nutzung und Kultivierung von Pflanzen oder Theorie und Methodik zur Wahrung von Gärten, kommen häufig bei der Instandhaltung und Restaurierung negativ zum Tragen.

Die Zukunft vieler historischer Anlagen ist unklar. Denn einerseits lässt sich eine Entwicklung des sozialen und kulturellen Interesses an diesen Anlagen nicht voraussagen. Andererseits ist der Einfluss des Klimawandels auf die Pflanzen unklar und schwer kontrollierbar.

Mehr dazu erfahren Sie in:



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