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25.08.2021

Die Kunst ist tot. Lang lebe die Schönheit!

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In der Kunst der Moderne spielen Ethik und Moralität nur noch eine untergeordnete Rolle. Der Inhalt - falls überhaupt vorhanden – wird stets der Form untergeordnet. Aus der Avantgarde-Bewegung des frühen 20. Jahrhunderts entwickelte sich die Kunst der Moderne – von Kubismus über Surrealismus bis zum absurden Theater.


Die Kunst ist tot. Lang lebe die Schönheit!


Die Kunst der Moderne sollte sich – anders als es noch bis ins 19. Jahrhundert üblich war – keiner Ethik oder Moral mehr unterwerfen. Dichter wie Oscar Wilde oder Charles Baudelaire widersprachen mit ihren ästhetischen Theorien der allgemeinen Ansicht, Kunst müsse der bürgerlichen Moral dienen. Während Leo Tolstoi noch Kunst nur in Verbindung mit dem wirklich Guten und Wahren für möglich hielt, entwickelte sich aus dem Ästhetizismus des 19. Jahrhunderts heraus der „l’art pour l’art“-Begriff – Kunst um der Kunst Willen. Auf die Spitze wurde diese Abwendung von der klassischen Idee, Kunst müsse moralisch und ethisch sein, von den Künstlern der Avantgarde zu Beginn des 20. Jahrhunderts getrieben.

Die Entdeckung des Hässlichen


Der Naturalismus, jene Strömung des 19. Jahrhunderts, die besonders stark in der Literatur ausgeprägt war, strebte danach, der Kunst ihren „schönen Schein“ zu entreißen. Die Romane Zolas spielen nicht mehr – wie noch in Tolstois Realismus – im aristokratischen oder gutbürgerlichen Milieu, sondern in den unteren sozialen Klassen. Alkoholismus, Armut, soziale Brennpunkte, Ungerechtigkeit, Prostitution – der Naturalismus schildert das menschliche Dasein in all seiner Hässlichkeit. Das Hässliche wird geradezu aufgewertet; Schriftsteller wie Baudelaire oder Victor Hugo finden gerade im Hässlichen das Schöne und Erhabene.


Selbstreferentialität und Autonomie des Kunstwerkes


Nachdem die moralisch-ethische Konstante der Kunst für nichtig erklärt wurde, stellte sich die Frage, welchen Zweck Kunst noch erfüllt. Im Sinne des l’art pour l’art ist die Antwort eindeutig: Kunst ist selbstreferentiell, sie dient keinem äußeren Zweck und wird nur um ihrer selbst Willen betrieben. Die Kunst der Moderne, die mit der Industriellen Revolution ihren Anfang nahm und über Darwin und Nietzsche mit allem Alten brach, wollte einen radikal neuen Kunstbegriff einführen. Make it new, so Ezra Pounds programmatischer Ausruf. 1968 proklamiert Roland Barthes in seinem Essay La mort de l’auteur („Der Tod des Autors“) die Autonomie des Kunstwerkes in der Literatur, indem er kurzerhand den Autor als sinngebende Instanz für Tod erklärt. Er folgte damit der Tendenz der Moderne, das Kunstwerk als in sich autonom zu betrachten.

Über das Scheitern der Moderne


Wenn Kunst sich nur noch über Form identifiziert und jeglichem Inhalt entsagt, wenn also l’art pour l’art in extremster Form entsteht, ist Kunst dann nicht letztendlich leer und inhaltslos? Das Ziel der Moderne, Kunst ohne Schönheit und ohne extern bestimmten Inhalt zu verstehen, ist gescheitert, so Andres C. Pizzinini in seiner Neuerscheinung „Die Kunst ist Tot. Lang lebe die Schönheit!“. Mit der Einsicht, dass Kunst nicht nur um ihrer selbst Willen existieren kann, „kann die Suche nach dem Wesen des Schönen auf geläuterte Weise neu beginnen, und die Kunst kann im Gewand der Schönheit zu ihrer Rolle als Hofdame der Wahrheit und des Guten zurückfinden.“

Die Kunst ist tot. Lang lebe die Schönheit!
Die Kunst ist tot. Lang lebe die Schönheit!
Andres C. Pizzinini
Autor
ISBN-13 (Impresion): 978-3-73697-390-9
ISBN-13 (E-Book): 978-3-73696-390-0
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EUR 59,88
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25.03.2021

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