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Politische Ethik und Naturerkenntnis

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Politische Ethik und Naturerkenntnis (Tienda española)

Werner Günzl (Autor)

Previo

Indice, Datei (96 KB)
Lectura de prueba, Datei (250 KB)

ISBN-10 (Impresion) 386537980X
ISBN-13 (Impresion) 9783865379801
ISBN-13 (E-Book) 9783736919808
Idioma Deutsch
Numero de paginas 264
Edicion 1 Aufl.
Volumen 0
Lugar de publicacion Göttingen
Lugar de la disertacion Göttingen
Fecha de publicacion 15.08.2006
Clasificacion simple Tesis doctoral
Area Filosofía
Descripcion

Die Unvereinbarkeit von idealistischer und realistischer Weltsicht verlangt Toleranz der politischen Ethik in beide Richtungen. Die menschliche Hemmungslosigkeit, die als Freiheit missverstanden wird, provoziert heute nicht mehr zu leugnende Rückwirkungen der Natur und führt somit zu Belastungen der Menschen. Eine stärkere ethische Orientierung in Richtung Realismus scheint nötig, obwohl ethische Normen nicht aus der Natur abgeleitet werden können. Wir Menschen haben die Freiheit, uns durch Missachtung der natürlichen Rahmenbedingungen unseres Lebens selbst zu beschädigen.
In einer pluralen demokratischen Gesellschaft mit unterschiedlichen Werte- und Glaubenshaltungen muss der Sowohl-als-auch-Standpunkt, nicht der Entweder-oder-Standpunkt die Regel sein. Wenn man den Primat der Naturerkenntnis in der Gesetzgebung ablehnt, so kann daraus der Primat religiös-ethischer Wertevorstellungen nicht folgen. Für die passive und aktive Sterbehilfe, Stammzellen- und Gentherapien, Präimplantationsdiagnostik und den Abbruch des Lebens eines Embryos,Fötus oder Neugeborenen, muss jeder, der dies in Anspruch nehmen will, auch jenen Helfer finden, der kann und will. Die Vorrangstellung von Ideen und Idealen in der Legislative muss kritisiert werden.