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Unendlichkeit im Schnittpunkt von Mathematik und Theologie

Printausgabe
EUR 86,00 EUR 81,70

E-Book
EUR 60,20

Unendlichkeit im Schnittpunkt von Mathematik und Theologie

Ludwig Neidhart (Autor)

Vorschau

Inhaltsverzeichnis, Datei (54 KB)
Vorwort, Datei (62 KB)
Leseprobe, Datei (150 KB)

ISBN-13 (Printausgabe) 3867275882
ISBN-13 (Printausgabe) 9783867275880
ISBN-13 (E-Book) 9783736925885
Sprache Deutsch
Seitenanzahl 898
Auflage 2 überarbeitete Aufl.
Band 0
Erscheinungsort Göttingen
Promotionsort Augsburg
Erscheinungsdatum 07.05.2008
Allgemeine Einordnung Dissertation
Fachbereiche Theologie
Philosophie
Mathematik
Schlagwörter Unendlichkeit, Entwicklung des Unendlichkeitsgedankens, Grundlagen der Mathematik, Philosophie der Mathematik, Ontologie, mathematische Logik, Modallogik, Grundlagen der Arithmetik, Wesen der Zahl, Grundlagen der Geometrie, transfinite und infinitesimale Erweiterung der euklidischen Geometrie, Infinitesimalien, axiomatische Mengenlehre, philosophische Begründung der mengentheoretischen Axiome, Universenaxiom, große Kardinalzahlen, unerreichbare Kardinalzahlen, Stufen des Unendlichen, Unmengen, inkonsisten unendlich, absolut unendlich, Physik, Kosmologie, Quantenphysik, Hohlwelttheorie, Bohmsche Quantenmechanik, Philosophie, Philosophiegeschichte, Metaphysik, Psychologie, Unsterblichkeit der Seele, Religionsgeschichte, Theologie, ontologischer Gottesbeweis.
Beschreibung

Das Bemühen um ein umfassendes Verständnis des Unendlichen erfordert die Einbeziehung mehrerer Wissenschaften, vor allem der Mathematik und der Theologie, verbunden mit einer wenigstens kursorischen Behandlung aller grundlegenden Probleme des „harten Kerns“ der Philosophie, welcher unter dem Namen Metaphysik bekannt ist. Daher liegt diesem Werk ein erneutes Durchdenken der Metaphysik mit ihren vier Disziplinen Ontologie, Kosmologie, Psychologie und Theologie unter dem Leitstern des Unendlichkeitsgedankens zugrunde.
Der mathematische Teil des Buches stellt die Grundlagen der Unendlichkeitslehre sicher, indem hier eine klare Begriffsbestimmung des Unendlichen erfolgt und die Einsicht in die Widerspruchsfreiheit und die wesentlichen Eigenschaften des Unendlichen vermittelt wird. Dieser ontologisch wichtige Teil enthält nicht nur eine Philosophie der Mathematik mit einer philosophischen Begründung der mengentheoretischen Axiome und einer Diskussion der logischen und mengentheoretischen Paradoxien des Unendlichen, sondern beinhaltet auch eine philosophisch fundierte Einführung in die axiomatische Mengenlehre von den Anfängen bis zum Universenaxiom und den unerreichbaren Kardinalzahlen, einschließlich aller dazu benötigten Beweise. Besonderer Wert wird dabei auf die Stufen des Unendlichen und die von uns nicht mehr adäquat erfassbaren Unmengen gelegt, die im Bereich des inkonsistent und absolut Unendlichen liegen. In diesem Rahmen werden nach einer Behandlung der Grundlagen der Arithmetik und Geometrie auch transfinite und infinitesimale Erweiterungen der euklidischen Geometrie in Betracht gezogen. Ein Ausblick auf verschiedene Arten großer Kardinalzahlen, auf die Frage nach dem Wesen der Zahl und auf den Aufbau einer strengen Logik einschließlich der Modallogik rundet die mathematischen Betrachtungen ab.
Nach einem ausführlichen historischen Teil, in welchem die Entwicklung des Unendlichkeitsgedankens in der Religions- und Philosophiegeschichte bis hin zur modernen Kosmologie und Quantenphysik und ihren philosophischen Hintergründen nachgezeichnet wird (wobei auch alternative Ansichten wie die Hohlwelttheorie und die Bohmsche Quantenmechanik zur Sprache kommen), werden im abschließenden theologischen Teil die drei großen Unendlichkeitsfragen behandelt, die im Brennpunkt des Interesses aller Metaphysik stehen: ob ein unendlicher Gott existiert, ob der Mensch vermöge einer unsterblichen Seele an der Unendlichkeit teilhaben kann und ob Unendlichkeiten im Kosmos auftreten können. Der Verfasser beantwortet nach einer kritischen Untersuchung und Weiterentwicklung der bisher vorgebrachten Argumente, unter anderem auch des ontologischen Gottesbeweises, alle drei Fragen affirmativ, nachdem er die Vorfrage nach der Widerspruchsfreiheit des Unendlichen bereits im mathematischen Teil gelöst hat. So zeigt sich insgesamt die zentrale Rolle des Unendlichen in Metaphysik, Mathematik und Theologie sowie seine vermittelnde Rolle zwischen Mathematik und Theologie.