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Einfluss einer Kalkung auf EUF extrahierbares und pflanzenverfügbares Phosphat sowie Phosphatfraktionen im Boden

Printausgabe
EUR 21,90 EUR 20,81

E-Book
EUR 15,33

Einfluss einer Kalkung auf EUF extrahierbares und pflanzenverfügbares Phosphat sowie Phosphatfraktionen im Boden (Band 40)

Holger Lemme (Autor)

Vorschau

Inhaltsverzeichnis, PDF (47 KB)
Leseprobe, PDF (120 KB)

ISBN-13 (Printausgabe) 9783954047215
ISBN-13 (E-Book) 9783736947214
Sprache Deutsch
Seitenanzahl 98
Auflage 1. Aufl.
Buchreihe Aus dem Institut für Zuckerrübenforschung Göttingen
Band 40
Erscheinungsort Göttingen
Promotionsort Göttingen
Erscheinungsdatum 02.06.2014
Allgemeine Einordnung Dissertation
Fachbereiche Land- und Agrarwissenschaften
Schlagwörter Phosphor, Düngeempfehlung, Bodenuntersuchung, Bodennährstoffe, Pflanzenproduktion
Beschreibung

Durch Kalkung landwirtschaftlich genutzter Böden kann ausgehend von den im Kalk enthaltenen Calcium (Ca)-Ionen einerseits und dem Anstieg des Boden-pH-Wertes durch Neutralisation von Protonen (H+) andererseits, sowohl die Pflanzenverfügbarkeit als auch die Extrahierbarkeit verschiedener Nährstoffe im Boden beeinflusst werden. Das Ziel dieser Studie war es, den Einfluss einer Kalkung auf die mittels Elektro-Ultrafiltration (EUF) extrahierbaren sowie die pflanzenverfügbaren Nährstoffe, insbesondere Phosphor (P), anhand verschieden toniger Lössböden mit pH-Werten von etwa 7 und niedrigen Ca-Gehalten zu quantifizieren. Zudem sollte eine P-Fraktionierung Aufschluss über die im Boden vorhandenen P-Bindungsformen und den Einfluss der Kalkgabe auf die verschieden P-Formen geben. Eine Kalkgabe in niedriger und mittlerer Stufe führte, ebenso wie die pH-äquivalente Zugabe von Natronlauge (NaOH), zum Anstieg der EUF extrahierbaren P-Gehalte, insbesondere in der ersten EUF-Fraktion. Hohe Kalk- und damit Ca-Gaben bzw. die Gabe von Gips (Halbhydrat) verursachten einen deutlichen Rückgang der P-Gehalte in der ersten EUF-Fraktion und einen leichten Anstieg des EUF-P der zweiten EUF-Fraktion. Die Fraktionierung des Boden-P mittels sequentieller Extraktion zeigte einen Anstieg des wasserlöslichen anorganischen P nach niedriger und mittlerer Kalk- bzw. NaOH-Gabe, und einen Rückgang bei hoher Kalkgabe und in den Gips-Varianten. Folglich korrelierten EUF-P der ersten Fraktion und wasserlösliches P der sequentiellen Extraktion sehr eng miteinander (r2 = 0,83); die dabei extrahierten absoluten P-Mengen beider Methoden waren sehr ähnlich, sodass der mittels EUF extrahierbare P der ersten Fraktion eindeutig dem wasserlöslichen P zuzuordnen ist. Der Rückgang des wasserlöslichen und EUF-extrahierbaren P in der hohen Kalkvariante und den Gipsvarianten ging mit einem Anstieg des mit Natriumhydrogencarbonat (NaHCO3) erfassten, ebenfalls labilen P einher. Trotz der neutralen Ausgangs-pH-Werte der Böden stieg mit steigendem pH-Wert der labile P-Pool an, während die Menge an Eisen- (Fe) und Aluminium (Al)-P im Boden annähernd gleich stark zurück ging. Eine Ausfällung von schwerlöslichen, Salzsäure (HCl)-extrahierbaren Ca-P nach Kalk- bzw. Gips-Gabe konnte nicht festgestellt werden. Die P-Aufnahme der Zuckerrüben-Testpflanzen zeigte insbesondere für die hohen Kalk und die NaOH-Varianten eine steigende Pflanzenverfügbarkeit des P an. Folglich war der aus dem Pool der Fe-/Al-P durch pH-Erhöhung mobilisierte P, unabhängig ob in der H2O- (NaOH-Gabe) oder NaHCO3-Fraktion (Kalk-Hoch) extrahiert, pflanzenverfügbar. Da es sich bei dieser Studie zunächst um Laborinkubations- und Gewächshausversuche handelt, bedarf es der abschließenden Auswertung der Feldversuche, und der Verifizierung der in dieser Arbeit vorgestellten Ergebnisse unter praxisüblichen Bedingungen.