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Gesundheitssysteme zwischen Wettbewerb und staatlicher Intervention: Einfluss des Regulierungsrahmens auf die Preise und Strukturen von Arzneimittelmärkten

Printausgabe
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Gesundheitssysteme zwischen Wettbewerb und staatlicher Intervention: Einfluss des Regulierungsrahmens auf die Preise und Strukturen von Arzneimittelmärkten (Band 17)

Jan Zeidler (Autor)

Vorschau

Inhaltsverzeichnis, Datei (39 KB)
Leseprobe, Datei (53 KB)

ISBN-13 (Printausgabe) 3869553499
ISBN-13 (Printausgabe) 9783869553498
ISBN-13 (E-Book) 9783736933491
Sprache Deutsch
Seitenanzahl 300
Auflage 1 Aufl.
Buchreihe Schriftenreihe des Instituts für Versicherungsbetriebslehre der Leibniz Universität Hannover
Band 17
Erscheinungsort Göttingen
Erscheinungsdatum 09.06.2010
Allgemeine Einordnung Sachbuch
Fachbereiche Wirtschaftswissenschaften
Schlagwörter Gesundheitssystem, Regulierungsrahmen, Arzneimittelmarkt
Beschreibung

Der Markt für Gesundheitsleistungen wird allgemeinhin als die Wachstumsbranche der Zukunft angesehen. Über 4 Mio. Menschen sind aktuell im Gesundheitswesen beschäftigt – Tendenz steigend. Der Anteil am Bruttosozialprodukt liegt bei über 10,5 %. Mit dem stetigen Wachstum des Gesundheitsmarktes sind allerdings auch zunehmende Belastungen der Sozialversicherungssysteme verbunden. Um den Ausgabenanstieg für Gesundheitsleistungen einzudämmen, wurden in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich neue steuernde Elemente im Gesundheitswesen implementiert. Im besonderen Fokus stand dabei immer wieder der Arzneimittelmarkt. Trotz zahlreicher regulierender Eingriffe ist es jedoch bisher nicht gelungen, dem überproportionalen Ausgabenanstieg in diesem Sektor nachhaltig entgegenzuwirken. Mittlerweile bilden die Aufwendungen für Arzneimittel den zweitgrößten Ausgabenposten in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Gleichzeitig zählt der Arzneimittelsektor in Deutschland – wie auch in vielen anderen Ländern – zu den am stärksten regulierten Märkten. Aus diesem Grund haben sich Wissenschaftler und Studenten im Rahmen des 23. Universitätsseminars des Instituts für Versicherungsbetriebslehre der Leibniz Universität Hannover intensiv mit dem Einfluss des Regulierungsrahmens auf die Preise und Strukturen unterschiedlicher Arzneimittelmärkte auseinandergesetzt. Die in diesem Band zusam¬men¬gefassten Ergebnisse stellen eine umfassende ökonomische Analyse der Auswirkungen einzelner Regulierungsinstrumente auf verschiedene Bereiche des Arzneimittelsektors ausgewählter Gesundheitssysteme dar.

Die Vorträge der Studenten und herausragender Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Praxis standen dabei unter dem Leitthema „Gesundheitssysteme zwischen Wettbewerb und staatlicher Intervention: Einfluss des Regulierungsrahmens auf die Preise und Strukturen von Arzneimittelmärkten“. Tagungsort war auch dieses Jahr das Schulungszentrum der Konrad-Adenauer-Stiftung Schloss Wendgräben im Magdeburger Umland.

Ziel des Seminars war nicht, die strukturellen Bedingungen auf den betrachteten Arzneimittelmärkten in vollem Umfang zu beschreiben und zu analysieren. Vielmehr sollten die für die Zukunft des Gesundheitswesens besonders relevanten Regulierungsstrategien und -instanzen unter ökonomischen Gesichtspunkten bewertet werden. Daher beschäftigten sich die in dem vorliegenden Band zusammengefassten Manuskripte mit einzelnen Fragestellungen aus den Bereichen Entwicklung, Zulassung, Distribution und Evaluation von Arzneimitteln sowie der Preisbildung auf Arzneimittelmärkten.

In vielen Ländern wird sowohl die Entwicklung und Zulassung neuer Medikamente als auch die Evaluation von Arzneimitteln reguliert. Der erste Beitrag beschreibt daher den Prozess der Arzneimittelentwicklung und setzt sich in diesem Zusammenhang detailliert mit der Bedeutung und dem Wandel von Innovationen auseinander. Die beiden folgenden Beiträge beschäftigen sich mit dem Vergleich unterschiedlicher Methoden zur Wirtschaftlichkeitsuntersuchung bzw. einem internationalen Überblick zu den Bewertungsinstitutionen im Gesundheitswesen. Im Fokus des vierten Beitrages steht die neue Methodik des IQWiG, der deutschen Bewertungsinstitution, zur Kosten-Nutzen-Bewertung von Gesundheitstechnologien.

Die staatliche Regulierung konzentriert sich in vielen Ländern insbesondere auf die Arzneimittelpreisbildung. Der fünfte Beitrag in diesem Sammelband umfasst daher einen internationalen Vergleich unterschiedlicher Instrumente zur Preisregulierung auf Arzneimittelmärkten. Die Preisregulierung auf dem deutschen Arzneimittelmarkt findet im sechsten Beitrag eine detaillierte Berücksichtigung. Da die Preisbildung bei Orphan Drugs, d.h. Medikamenten die bei seltenen Erkrankungen zum Einsatz kommen, mit besonderen Herausforderungen verbunden ist, widmet sich eine weitere Arbeit in diesem Themenkomplex der gesundheitsökonomischen Analyse dieser spezifischen Arzneimittel.

Einen weiteren Schwerpunkt des vorliegenden Bandes bildet die Distribution von Arzneimitteln. Dabei wird mit dem achten Beitrag eine direkte Verknüpfung zum vorangegangen Themenkomplex hergestellt, indem die Auswirkungen der Preisliberalisierung von OTC-Arzneimitteln auf die Struktur des Apothekenmarktes analysiert wird. Der neunte Beitrag hat einen Vergleich der Strukturen des deutschen und amerikanischen Apothekenmarktes zum Inhalt. Abgerundet wird der Themenkomplex durch einen umfassenden Vergleich der europäischen Apothekenmärkte.