Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.
De En Es
Kundenservice: +49 (0) 551 - 547 24 0

Cuvillier Verlag

30 Jahre Kompetenz im wissenschaftlichen Publizieren
Internationaler Fachverlag für Wissenschaft und Wirtschaft

Cuvillier Verlag

Premiumpartner
De En Es
Titelbild-leitlinien
Gemeinwohlverantwortung in der Europäischen Union am Beispiel der Sozialpolitik

Printausgabe
EUR 84,80

E-Book
EUR 59,40

Gemeinwohlverantwortung in der Europäischen Union am Beispiel der Sozialpolitik (Band 78)

Jennifer M. Rogge-Dannemann (Autor)

Vorschau

Inhaltsverzeichnis, PDF (100 KB)
Leseprobe, PDF (170 KB)

ISBN-13 (Printausgabe) 9783736996137
ISBN-13 (E-Book) 9783736986138
Sprache Deutsch
Seitenanzahl 324
Umschlagkaschierung matt
Auflage 1.
Buchreihe Reihen des Cuvillier-Verlages - Rechtswissenschaften
Band 78
Erscheinungsort Göttingen
Promotionsort FU Berlin
Erscheinungsdatum 17.11.2017
Allgemeine Einordnung Dissertation
Fachbereiche Rechtswissenschaft
Schlagwörter Gemeinwohlverantwortung, Europäischen, Sozialpolitik
Beschreibung

Die Europäische Union hat sich im Lauf ihrer Integration zu einem wichtigen Akteur auf dem Feld des Gemeinwohls entwickelt. Während die Gemeinwohlsorge zunächst als ureigenste Verantwortung des Nationalstaates galt, bedarf es mittlerweile im Rahmen der Europäischen Union einer übergreifenden Betrachtungsweise. Auch im sozialpolitischen Bereich hat sich durch die allgemeine Übertragung von Gemeinwohlaufgaben auf die Union eine gemeinsame Wahrnehmung durch Mitgliedstaaten und Union entwickelt. Im europäischen Primärrecht werden über die dort niedergelegten Werte und Ziele eigenständige europäische Gemeinwohlziele konkretisiert, deren Umsetzung durch die der Union gegebenen Handlungsmöglichkeiten im Rahmen der Kompetenzen begrenzt wird. Gerade im sozialpolitischen Bereich zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen weitreichenden Werten, Zielen und begrenzten Kompetenzen. Dies führt zu einem Spannungsverhältnis, welches einerseits von Solidarität und andererseits dem Bestreben der Bewahrung von Souveränität geprägt ist. Gleichzeitig entstehen Unsicherheiten im Rahmen der arbeitsteiligen Wahrnehmung zwischen Union und Mitgliedstaaten, die das Kooperationsverhältnis belasten.
Bei der konkreten Betrachtung der Umsetzung der Gemeinwohlverantwortung in Bereichen mit begrenzten Kompetenzen wie der Sozialpolitik und der Daseinsvorsorge zeigt sich deren Wahrnehmung durch die Union in einer Vielzahl von Handlungsweisen ihrer Organe. Gerade die Europäische Kommission und der Europäische Gerichtshof haben richtungsweisend Einfluss auf die Entwicklung der europäischen Politiken genommen und ihre Rolle im Zusammenspiel zwischen Union und Mitgliedstaaten eigenständig interpretiert. In der Folge hat sich auf europäischer Ebene eine gemischt prozedural-materielle Gemeinwohlkonzeption herauskristallisiert, im Rahmen derer die Union die nationalen Politiken sowohl durch die Vorgabe von Verfahren und verfahrensrechtlichen Regelungen als auch durch inhaltliche Vorgaben beeinflusst.