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Titelbild-leitlinien
INFORMATION   REALITÄT   WAHRHEIT

Printausgabe
EUR 79,80

E-Book
EUR 55,90

INFORMATION REALITÄT WAHRHEIT

Elementare Mathematik und Informatik wider den Zeitgeist der verlorenen Wahrheit

Anton Brenner (Autor)

Vorschau

Leseprobe, PDF (650 KB)
Inhaltsverzeichnis, PDF (140 KB)

ISBN-13 (Printausgabe) 9783736997691
ISBN-13 (E-Book) 9783736987692
Sprache Deutsch
Seitenanzahl 462
Auflage 1.
Erscheinungsort Göttingen
Erscheinungsdatum 31.05.2018
Allgemeine Einordnung Sachbuch
Fachbereiche Mathematik
Informatik
Schlagwörter faktische Wahrheit, logische Wahrheit, Elementartmathematik, Informatik, subjektive Wahrheit, analog, digital, Rationalität, Ratio, Theorie, Fakten
Beschreibung

Buchbeschreibung von Prof. Dr. Brenner:

WAHRHEIT REALITÄT INFORMATION
und die zentralen Herausforderungen der Gegenwart

Was ist „Fake“ und was sind „Fakten“? Nicht nur Soziale Medien, auch die Informationsmedien kämpfen um ihre Glaubwürdigkeit. WAHRHEIT bedeutet offenbar „wahre INFORMATION über die REALITÄT“. REALITÄT ist aber nicht nur die „Ur-REALITÄT“ aus konkreten und objektiven Dingen samt dem entsprechenden zeitlichen Geschehen bzw. aus Natur und Kultur bzw. wie die Philosophen sagen: Aus dem „SEIN“, aus dem „WERDEN“ und „MACHEN“. REALITÄT ist heutzutage zum großen Teil „Virtuelle REALITÄT“, die aus Subjektiver und Intersubjektiver INFORMATION entsteht, z.B. aus mündlich oder schriftlich, bildhaft oder symbolisch, musikalisch oder motorisch, numerisch oder geometrisch dargestellter INFORMATION, aus natur- oder kulturkundlicher, ethischer oder auch religiöser INFORMATION. Die im Film „Titanic“ dargestellte fiktive Handlung wirkt auf den Zuschauer als vergangene REALITÄT aus konkreten und objektiven, in ein dramatisches Geschehen eingebundenen Personen. Sie steht für den Zuschauer zum Verwechseln ähnlich neben seiner konkreten und objektiven Ur-REALITÄT. Virtuelle REALITÄT bekommt ihren hohen Stellenwert durch die entsprechenden Medien, angefangen bei Büchern und Zeitungen über die Massenmedien Rundfunk und Fernsehen bis hin zum dominierenden Gegenwartsmedium Internet. „Wahre INFORMATION über die REALITÄT“ umfasst deshalb auch „Wahre INFORMATION“ über die oft mehr abstrakte als konkrete, oft mehr subjektive als objektive Virtuelle REALITÄT. Es ist deshalb oft nicht einfach, WAHRHEIT als wahre INFORMATION über die REALITÄT herauszufinden. Ein konkretes Beispiel ist der „Video-Beweis“ beim Fußball:
Der Schiedsrichter ist heutzutage mehr und mehr überfordert, die konkrete und objektive Ur-REALITÄT des “Spiels auf dem Platz“ in kürzester Zeit korrekt zu erfassen und zu bewerten. Ihm soll die Virtuelle REALITÄT eines Videos mit verschiedenen Zeitlupen-Aufnahmen aus verschiedenen Kamerapositionen helfen. Nur oberflächlich betrachtet ist das Video objektiv: Die konkrete und objektive Spielsituation müsste wenigstens aus allen denkbaren Kamerapositionen abgebildet werden, was unmöglich ist. Akustische Aspekte werden durch das Video überhaupt nicht erfasst. Der „Video-Beweis“ ist und bleibt zurecht umstritten: Der renommierte Schiedsrichter-Experte Urs Meier hat es vor kurzem so formuliert: „Die WAHRHEIT ist und bleibt auf dem Platz!“ Er meint die wahre INFORMATION über die konkrete und objektive Ur-REALITÄT, nicht identisch mit jeder wahren INFORMATION über die mediale Virtuelle REALITÄT im Video. Der Name „Video-Beweis“ ist also irreführend, weil er Ur-REALITÄT und Virtuelle REALITÄT unzulässig vermischt.

Es ist nicht zuletzt die INFORMATIK, die mit „ihrem Kind“ INTERNET die für WAHRHEIT so problembehaftete Virtuelle REALITÄT „aufgebläht“ hat und mit ihrem Begriff INFORMATION absolut nichts zur Klärung der WAHRHEIT beiträgt:

INFORMATION befindet sich nach gängiger Auffassung der Informatik (in Deutschland vertreten durch die „Gesellschaft für Informatik“ (GI), vgl. Lit. (1)) ausschließlich „im Kopf von Menschen“ bzw. im „Neuronalen Netz“ des Gehirns. Im Computer tummeln sich dagegen „DATEN“, die INFORMATION darstellen, nicht aber INFORMATION sind. Datenübertragung bzw. Datensicherheit und Datenschutz, Datenspeicherung und korrekte Datenverarbeitung sind die Leitthemen der Informatik. Ob die vielen Daten wahre INFORMATION darstellen, wird zumindest nicht geprüft oder thematisiert, eher „blauäugig“ vorausgesetzt, weil das eine nicht leistbare „Herkules-Aufgabe“ wäre. Und wie soll man auch INFORMATION praktisch auf WAHRHEIT überprüfen, solange sie im direkt nicht zugänglichen Gehirn residiert? Was unsere Probleme mit WAHRHEIT und REALITÄT angeht, bleibt die Informatik mit ihrer INFORMATION „im Elfenbein-Turm“ der Unwirksamkeit und Hilflosigkeit.

In meinem neu erschienenen Buch „INFORMATION REALITÄT WAHRHEIT“ (vgl. Lit. (2)) habe ich versucht, INFORMATION aus dem „Elfenbein-Turm“ herauszuholen und für die Lösung der aktuellen gesellschaftlichen Probleme von REALITÄT und WAHRHEIT nutzbar zu machen:
Es wird streng getrennt zwischen
(1) „Interner INFORMATION“ bzw. „Information im Kopf“ einerseits und „Externer INFORMATION“ bzw. „Information aus Daten und/oder Handlungen“ andererseits,
(2) „Subjektiver“, „Intersubjektiver“ und „Allgemeiner INFORMATION“ sowie
(3) „Fiktion“ und „INFORMATION i.e.S.“ als entweder wahrer oder falscher „INFORMATION über die REALITÄT“.
Es wird geklärt,
• wie Interne INFORMATION ohne Informationsverlust in Externe INFORMATION durch „Ausdrücken über Medien“ übergehen kann und umgekehrt: wie Externe INFORMATION auf der Grundlage von „Medien“ „verstanden“ wird,
• wie Subjektive INFORMATION „relativiert“ und „generalisiert“ wird, wie Intersubjektive und Allgemeine INFORMATION „relativiert“ und „subjektiviert“ werden,
• wie Fiktion „verifiziert“ und INFORMATION i.e.S. „verdichtet“ wird.

Im Computer befinden sich nicht mehr nur DATEN, sondern viel mehr „Datengestützte INFORMATION“:
INFORMATION wird im Computer nicht nur durch DATEN dargestellt, sondern ist in der „Struktur“ der DATEN „verschlüsselt“ real vorhanden:
DATEN als „Form von INFORMATION“ sind im Computer Bits und Bytes. Sie sind im Computer von energetischer, auf externen Speichern auch von materieller Natur.
DATEN-Struktur ist etwas Geistiges, Immaterielles und kann als solches geistige, immaterielle Komponenten von INFORMATION repräsentieren: Bedeutung, Sinn und Zweck und so den „Inhalt von INFORMATION“. Mit den DATEN ist ihre Struktur im Computer real vorhanden, z.B. Zeichenketten („string“), Felder („array“), Datensätze („record“) u.a.m.

Auch Verbale INFORMATION als Mündliche und Schriftliche INFORMATION, Nonverbale INFORMATION als Bild- und Symbolhafte INFORMATION, Materiale INFORMATION als Musikalische und Motorische, Numerische und Geometrische, Natur- und Kulturkundliche INFORMATION sind offensichtlich sowohl im Kopf von Personen als auch im Computer vorhanden. Das „Verschlüsseln von INFORMATION“ und „Entschlüsseln von DATEN“ beruhen immer auf „Medien“:
Medien bestimmen das
• Darstellen von Interner INFORMATION als DATEN und das „Interpretieren“ von DATEN als Externe INFORMATION,
• „Ausdrücken“ von Interner als Externe INFORMATION und
• „Verstehen“ von Externer als Interne INFORMATION.
Gesprochene Sprache ist das Ur-Medium, mit dem der Mensch seine Interne INFORMATION als Externe Mündliche INFORMATION ausdrückt, indem er sie mit „Mündlichen DATEN“ wie Lauten, Wörtern und Sätzen darstellt. Sprachkompetenz ermöglicht das Interpretieren der Laute, Wörter und Sätze, der Mündlichen DATEN, und das Verstehen der Mündlichen INFORMATION.
Medien sind wesentlich mehr als nur „DATEN-Träger“ wie USB-Stick, Festplatte, CD und DVD: Sie sind Bindeglied zwischen Interner und Externer INFORMATION und damit grundlegend für eine neu verstandene Informatik. Mit Externer Information erfasst eine neu verstandene Informatik nicht nur jede Internet-INFORMATION, sondern auch jede Zeitung, jedes Buch, jede Info, jeden Titel einer CD oder DVD, jede Rundfunk- und Fernsehsendung, die selbst Externe INFORMATION sind und nicht nur Interne INFORMATION darstellen. Die neu verstandene Informatik kann aus dem Elfenbein-Turm ausbrechen:

Externe INFORMATION kann – im Gegensatz zu Interner INFORMATION – auf WAHRHEIT überprüft werden:
(1) Externe INFORMATION und die konkrete, objektive Ur-REALITÄT haben beide Struktur, d.h. Bestandteile (Dinge, Sachen, Personen) und Beziehungen (örtlich, zeitlich, kausal), die miteinander (mathematisch exakt) verglichen werden können: Passen beide Strukturen zusammen, bildet die betreffende Externe INFORMATION die entsprechende REALITÄT „strukturerhaltend“ ab und wird als „FAKTEN“ bezeichnet.
FAKTEN sind wahre INFORMATION über die konkrete und objektive Ur-REALITÄT und damit WAHRHEIT.
(2) Virtuelle REALITÄT, bestehend aus Externer und dazugehöriger Interner INFORMATION, wird mit dem menschlichen Verstand durch Logisches Schließen verarbeitet: Ausgehend von FAKTEN über die konkrete und objektive Ur-REALITÄT entsteht durch Logisches Denken neue Interne und dazugehörige Externe Information als eine „THEORIE“.

Deduktives logisches Schließen bedeutet: Aus einer wahren INFORMATION folgt mit absoluter Sicherheit eine neue wahre INFORMATION.
So entsteht mittels durchgängigem Deduktivem Schließen eine „Bewiesene THEORIE“ als „Logische WAHRHEIT“.
Induktives logisches Schließen dagegen bedeutet: Aus einer wahren INFORMATION folgt eine „höchstwahrscheinlich wahre“ neue INFORMATION. Induktives Schließen – oft vermischt mit Deduktivem Schließen“ – erzeugt eine „Begründete THEORIE“ mit einem Rest von Unsicherheit, was ihre WAHRHEIT angeht:
Begründete THEORIE ist nur höchstwahrscheinlich wahr, keinesfalls absolut sicher wahr.

Bewiesene THEORIE findet sich vor allem in der Mathematik (z.B. Geometrie), aber auch in Teilen der Naturwissenschaften (z.B. Theoretische Physik). In den Wissenschaften dominiert Begründete THEORIE , die immer auch Spielraum für Veränderung und Weiterentwicklung bietet.
THEORIE und vor allem PRAXIS bestimmen die berufliche REALITÄT (aus Ur-REALITÄT und Virtueller REALITÄT) mit Logischer WAHRHEIT, vor allem aber mit „Empirischer WAHRHEIT“ aus praktischer Erfahrung als wahre Interne und Externe INFORMATION.
Wissenschaft und vor allem Kunst leben nicht zuletzt von „Intuitiver WAHRHEIT“: Intuition bedeutet unmittelbare Anschauung ohne bewusstes logisches Schließen. Künstler und geniale Wissenschaftler kreieren mit ihrer Intuition wahre Interne und Externe INFORMATION über die Ur-REALITÄT und Virtuelle REALITÄT, aber auch darüber hinaus über eine „Tiefere REALITÄT“:
Kreative Dichter, Maler, Bildhauer, Filmemacher und Musiker erfassen mit ihrer Kunst, „tiefere Schichten“ der REALITÄT jenseits der gewöhnlichen REALITÄT, um mit Fiktionen FAKTEN, THEORIEN, Empirische und Intuitive WAHRHEIT zu „Tiefer WAHRHEIT“ zu „verdichten“. Tiefe WAHRHEIT kennt überhaupt keine Sicherheit, weder absolute noch höchstwahrscheinliche.
Empirische und Intuitive WAHRHEIT kennen wie Begründete THEORIE keine absolute Sicherheit wie Fakten und Bewiesene THEORIE. Noch weniger Sicherheit bietet „Religiöse WAHRHEIT“:
Ohne die Vorstellung einer Tieferen REALITÄT gäbe es keine Religion und keine „Religiöse WAHRHEIT“: Religionen begründen eine „Übernatürliche REALITÄT“ von Gott, Göttern bzw. „göttlichen Mächten“, die auf die gewöhnliche REALITÄT einwirken. Wahre INFORMATION über Übernatürliche REALITÄT wird als „GLAUBE“ bezeichnet: „Glauben heißt nicht Wissen!“

WAHRHEIT besteht aus FAKTEN, Logischer WAHRHEIT von Bewiesener oder Begründeter THEORIE, Empirischer WAHRHEIT, Intuitiver WAHRHEIT, Tiefer WAHRHEIT und GLAUBE bzw. Religiöser WAHRHEIT. WAHRHEIT bedeutet wahre INFORMATION über die REALITÄT.
REALITÄT besteht aus der konkreten, objektiven Ur-REALITÄT und eher abstrakter Virtueller REALITÄT, ergänzt durch Tiefere bzw. Übernatürliche REALITÄT.
INFORMATION bildet REALITÄT entweder wahr oder falsch ab. Vor allem Externe INFORMATION ist der Schlüssel zur Bewältigung der Probleme mit WAHRHEIT und REALITÄT.

Eine Informatik mit Externer INFORMATION ist lebensnah und befindet sich vor allem nicht mehr „im Elfenbein-Turm“ der Unwirksamkeit und Hilflosigkeit im Hinblick auf zentrale Herausforderungen der Gegenwart.

Lit.:
(1) Gesellschaft für Informatik (GI) e.V.: Bildungsstandards Informatik für die Sekundarstufe II , 2016, S.9
(2) Brenner, Anton:
INFORMATION REALITÄT WAHRHEIT, Cuvillier-Verlag Göttingen, 2018, 464 S.