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Protestaktionen gegen Missstände in der Psychiatrie am Beispiel des Vereins Sozialistische Selbsthilfe Köln in den 1970er und 1980er Jahren

Printausgabe
EUR 29,90

E-Book
EUR 20,90

Protestaktionen gegen Missstände in der Psychiatrie am Beispiel des Vereins Sozialistische Selbsthilfe Köln in den 1970er und 1980er Jahren (Band 23)

Jutta Hemmerling (Autor)

Vorschau

Inhaltsverzeichnis, PDF (100 KB)
Leseprobe, PDF (160 KB)

ISBN-13 (Printausgabe) 9783736970700
ISBN-13 (E-Book) 9783736960701
Sprache Deutsch
Seitenanzahl 90
Umschlagkaschierung matt
Auflage 1.
Buchreihe Düsseldorfer Texte zur Medizingeschichte
Band 23
Erscheinungsort Göttingen
Erscheinungsdatum 23.08.2019
Allgemeine Einordnung Sachbuch
Fachbereiche Neueste Geschichte und Zeitgeschichte
Schlagwörter Anstaltspsychiatrie, Non-Restraint-System, Kustodialpsychiatrie, Eugenisches Denken, "Kriegsneurotiker", Zwangssterilisation, Volksgesundheit, T-4 Aktion, NS-Gutachter, 68er Bewegung, Selbsthilfegruppen, Neue Linke, Psychiatriereform, Psychiatrie-Enquete-Kommission, Sozialistisches Patientenkollektiv Heidelberg, Antipsychiatrie, Totaöe Institution, Sozialpsychiatrie, Sozialdarwinismus, Neurobiologie, Biologisierung, Landschaftsverband Rheinland, Akteure im LVR, NS-Kontinuitäten, Sozialpädagogische Sondermaßnahmen Köln, Sozialistische Selbsthilfe Köln, Akteure im Verein sozialistische Selbsthilfe Köln, Sozialistische Selbsthilfe Mülheim, Beschwerdezentrum im SSK e.V., Misshandlungen, Petitionsausschuss, Patientenanwalt, Behandlungsmethoden, Fixierung, Isolierung, Säuberungsbad, Biopsychosoziales Modell, Tageskliniken, Familienfürsorge, Extramurale Unterbringung, Arbeitstherapie
Beschreibung

Der Handlungsbedarf, die Psychiatrie in Deutschland zu reformieren, die unmenschlichen Zustände in den psychiatrischen Anstalten zu verändern, wurde in der ersten Hälfte der 1960er Jahre deutlich. Die gesellschaftliche Stimmung für die Durchsetzung einer Psychiatriereform erhielt von der 68er Bewegung einen erheblichen Schub. Der Verein Sozialistische Selbsthilfe Köln war – wie viele andere Gruppen entstanden – als sich die 68er Bewegung aufgelöst hatte. Einige dieser Gruppen, so auch der SSK e. V., engagierten sich in sozialen Bereichen mit dem Ziel, eine Veränderung der Gesellschaft zu erreichen. Eine Gesellschaft, die gekennzeichnet wäre durch Teilhabe und Gleichberechtigung aller Individuen. Auch die Schwächeren, hier die Psychiatriepatienten, sollten das Recht haben, selbstbestimmt ihr Leben zu gestalten. Die Aktionen des SSK e. V. informierten eine breite Öffentlichkeit über die Zustände in den psychiatrischen Anstalten und zwangen die Verantwortlichen in Politik und im Landschaftsverband Rheinland, Veränderungen in der Behandlung der psychische Kranken im Sinne der Psychiatrie Enquéte (1971 − 1975) vorzunehmen. Folgende Fragen erschienen in diesem Zusammenhang bedeutsam: Welche Motive hatten die Mitglieder des SSK e. V. und welche Ziele verfolgten sie mit den Aktionen gegen die Landeskrankenhäuser des Landschaftsverbandes Rheinland? War das Hauptmotiv für den Protest die Vorstellung des SSK e. V., dass aufgrund der personellen Kontinuitäten aus dem Nationalsozialismus die Behandlung psychisch Kranker der nationalsozialistischen Praktik entsprach? Strebten die Mitglieder des SSK e. V. eine Verbesserung der Behandlung im Sinne der Sozialpsychiatrie oder die Abschaffung der psychiatrischen Einrichtungen im Sinne der Antipsychiatrie an? Gab es eine Verbindung zum Sozialistischen Patientenkollektiv Heidelberg oder gar zur Baader-Meinhof- Gruppe (RAF)?