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Zur Tragik der Menschengattung

Printausgabe
EUR 59,88

E-Book
EUR 41,99

Zur Tragik der Menschengattung

Karin Weingartz-Perschel (Autor)

Vorschau

Leseprobe, PDF (150 KB)
Inhaltsverzeichnis, PDF (98 KB)

ISBN-13 (Printausgabe) 9783736974388
ISBN-13 (E-Book) 9783736964389
Sprache Deutsch
Seitenanzahl 196
Umschlagkaschierung glänzend
Auflage 1.
Erscheinungsort Göttingen
Erscheinungsdatum 17.06.2021
Allgemeine Einordnung Sachbuch
Fachbereiche Geisteswissenschaften
Philosophie
Soziologie
Schlagwörter Mensch, Widerspruch, Tragik, contradiction, human, tragic, Gesellschaft, society, Existenz, existence, Bewusstsein, awareness, Instinkt, instinct, Evolution, Evolutionskette, evolution chain, Ausgeliefertsein, Selektionsprozess, selection process, Kommunikation, communication, Kommunikationsfähigkeit, communication skills, Phylogenese, Gedächtnis, memory, Ontogenese, Geschlecht, gender, Intelligenz, intelligence, Erziehung, education, Unterschicht, underclass, Mittelschicht, middle class, Oberschicht, upper class, Soziogenese, Psychogenese, Instanzenmodell, Freud, Kant, Hegel, Darwinismus, Evolutionstheorie, theory of evolution, Mitmenschlichkeit, empathy, Glaube, belief, Menschheitsentwicklung, Sprachkompetenz, language competence, Klassengesellschaft, class society, Geschlechterdifferenz, gender difference, Subalternität, natürliche Selektion, natural selection, Sozialverhalten, social behaviour, Sozialisation, socialisation, Mutter-Kind-Dyade, Nachkommenschaft, offspring, Geschlechtsmerkmal, sex characteristic, Urteilskraft, Psychoanalyse, psychoanalysis, Abstammung, descent, Schöpfungslüge, the evolution lie, Anthropologie
Beschreibung

Das Grundanliegen des Buches besteht hauptsächlich darin, deutlich zu machen, dass die Tragik der menschlichen Spezies in den Widersprüchen zu sich selbst, zur Natur, zur Gesellschaft und zu der eigenen Psyche besteht, denen sie niemals entrinnen kann. Dass es aber auch gerade diese Widersprüche sind, welchen der Mensch überhaupt seine Existenz verdankt. Im Gegensatz zu allen übrigen Lebewesen, die kein Bewusstsein von irgendwelchen Widersprüchen besitzen, weil, wenn sie auf solche treffen, da Naturereignisse ihnen derartige zumuten, wie z.B. Dürreperioden, Eiszeiten oder Meteoreinschläge, sie sich denselben anpassen müssen, sich mittels Mutationen verändern oder aussterben. Auch der Mensch wäre dem Aussterben zum Opfer gefallen, weil er die am wenigsten mit Instinkten ausgestattete Spezies ist. Er musste also eine besondere Qualität entwickeln, um die natürliche Evolutionskette zu durchbrechen. Der Widerspruch zwischen seiner mangelhaften Naturausstattung und seinem Ausgeliefertsein an den Selektionsprozess der Natur zwang ihn geradezu, eine neue, besondere Qualität zu entwickeln, die sein Überleben garantieren konnte, die ausgeprägte Fähigkeit zur Kommunikation. Und so absonderlich es auch erscheinen mag: Es war gerade dieser sein Instinktmangel, der ihm den Raum verschaffte, um diese, von der Natur unabhängige, Entwicklung der Kommunikationsfähigkeit vollziehen zu können.
Erst wenn wir erkannt haben, dass die Menschen ihre Existenz überhaupt nur ihrer besonderen Fähigkeit zu kommunizieren verdanken, dass nur dank der daraus folgenden einzigartigen Qualität der Interaktion und der daraus resultierenden Tätigkeiten, Aktionen, Zusammenarbeit unsere Gesellschaft haben entstehen lassen, dass wir also unsere Geschichte selbst gemacht haben und weiter machen werden, ob wir wollen oder nicht, wird uns die Verantwortung für eine gelingende Zukunft bewusst und auch realisierbar werden.