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Cuvillier Verlag

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Inferenzbildung bei literarischem Textverstehen

Printausgabe
EUR 59,90

E-Book
EUR 42,50

Inferenzbildung bei literarischem Textverstehen

Theoretische Grundlagen und empirische Erforschung

Christopher Kleber (Autor)

Vorschau

Leseprobe, PDF (330 KB)
Inhaltsverzeichnis, PDF (130 KB)

ISBN-13 (Printausgabe) 9783736974777
ISBN-13 (E-Book) 9783736964778
Sprache Deutsch
Seitenanzahl 224
Umschlagkaschierung matt
Auflage 1.
Erscheinungsort Göttingen
Promotionsort Heidelberg
Erscheinungsdatum 09.08.2021
Allgemeine Einordnung Dissertation
Fachbereiche Psychologie
Pädagogik
Schlagwörter Literarisches Verstehen,literary reasoning, Textverstehen, text comprehension, Literaturtheorie, literary theorie, Lesepsychologie, reading psychology, Diskurswissenschaften, discourse studies, Erkenntnistheorie, epistemology, Amerikanischer Pragmatismus, american pragmatism, Literarische Inferenzen, literary inferences, Inferenzbildung, inference generation, Schlussfolgerndes Denken, reasoning, Pragmatische Logik, pragmatic reasoning, Systematisches Review, systematic review, Empirische Erforschung, empirical research, Philologie, philology, Logik, logic, Taxonomie, taxonomy, Inferentielles Denken, inferential reasoning, Mentale Operationen, mental operationes, Textweltmodell, text world model, Situationsmodell, situation model, Empirische Untersuchung, empirical research, Interpretation, interpretation, Literatur verstehen, literary comprehension, Philosophiegeschichte, history of philosophy, Psychologie, psychologie
Beschreibung

Anspruchsvolle Literatur angemessen verstehen zu können ist eine Herausforderung, die nicht nur Schulprüflingen den Schweiß auf die Stirn treibt – auch ausgewiesene Fachleute der Literaturkritik verstricken sich häufig in leidenschaftliche Diskussionen um die bessere Interpretation, bei der unterschiedliche Standpunkte manchmal unvereinbar scheinen. Das Ziel des vorliegenden Buches ist, die philosophiegeschichtlichen, literaturtheoretischen und psychologisch-empirischen Hintergründe dieser philologischen Problemstellung aufzuarbeiten und ein Strukturierungs- und Normierungsvorschlag anzubieten. Dieses Angebot wird anhand des technischen Begriffs „Inferenzbildung“ entwickelt. Er wird erst philosophisch-logisch und psychologisch definiert, in seiner Bedeutung für das literarische Textverstehen elaboriert und anschließend empirisch erforscht. Dazu wird erst ein systematisches Review über bestehende empirische Studien des Untersuchungsgegenstandes präsentiert und eine eigene empirische Untersuchung angeschlossen, die einen ergänzenden Beitrag zur empirischen Landschaft des Themas leisten soll. Konkret besteht der Beitrag aus der Entwicklung einer inferentiellen Taxonomie zum literarischen Textverstehen, die anschließend hinsichtlich unterschiedlicher Hypothesen empirisch erprobt wird.


Rezension

Die These des Buches ist, dass das Verstehen literarischer Texte ein Prozess ist, der nicht anders strukturiert ist als das Verstehen nichtliterarischer Texte. Ausgehend von dieser Annahme beschreibt der Autor eine empirische Untersuchung zur Bildung von Inferenzen im Umgang mit literarischen Texten bei Fünftklässlern und bei Studienanfängern.
Das Buch wird nicht unwidersprochen bleiben. Man muss seine Positionen nicht teilen und kann sie in der Sache durchaus in Frage stellen. Es bezieht aber unzweideutig Stellung und scheut nicht davor zurück, Klartext zu sprechen. Erklärtes Ziel ist, wie der Autor es formuliert, „zu der Dominanz der Postmoderne in der Literaturdidaktik ein Gegenangebot zu platzieren.“ Dieses Angebot soll in der didaktischen Theorie wie in der Unterrichtspraxis neue Zugänge erschließen helfen. Ein bemerkenswerter Meilenstein auf dem Weg dorthin ist der sorgfältig konzipierte, umfassende Überblick über vorliegende empirische Studien im Paradigma des Novizen-Experten-Vergleichs zum literarischen Verstehen, den die Arbeit enthält. Es gibt wohl nur wenige aktuelle deutschdidaktische Dissertationen, die mit der gleichen Energie darauf hinarbeiten, die deutschdidaktische Forschung für internationale empirische Forschung anschlussfähig werden zu lassen.

Prof. i. R. Dr. Reinold Funke, Pädagogische Hochschule Heidelberg