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Die verfassungsrechtliche Problematik der Werbefinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Printausgabe
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E-Book
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Die verfassungsrechtliche Problematik der Werbefinanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Matthias Wilkes (Autor)

Vorschau

Leseprobe, PDF (130 KB)
Inhaltsverzeichnis, PDF (110 KB)

Die Bedeutung der Rundfunkfreiheit für die individuelle Meinungsbildungsfreiheit und damit auch für das demokratische Staatswesen hat von seiner Aktualität her trotz heute
vielfältiger anderer medialer Möglichkeiten nicht an Bedeutung eingebüßt.
Auch wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk in den letzten Jahren zunehmend in die Kritik geraten ist, ist sein verfassungsrechtlicher Auftrag, die Grundversorgung und damit eine möglichst von dritten Einflüssen freie Berichterstattung zu gewährleisten, heute wichtiger denn je.
In einer Zeit in der Meinungsmache sogar Teil hybrider Kriegsführung geworden ist, ist die Demokratie auf Qualitätsjournalismus in besonderer Weise angewiesen.
Nicht nur politisch-weltanschauliche Einflüsse, sondern auch wirtschaftliche Interessen stehen mit dieser Zielsetzung jedoch in erheblichem Konflikt.
Wenn die Rundfunkanstalten ihr Vorabendprogramm als “Werberahmenprogramm” vermarkten, widerspricht dies ihrem öffentlich-rechtlichen Auftrag. Gleichzeitig wird damit die Legitimation der gesetzlichen Beitragsfinanzierung in Frage gestellt. Während die Höhe der Werbefinanzierung der Rundfunkanstalten zu Beginn des dualen Rundfunksystems vor allem im Hinblick auf das Konkurrenzverhältnis gegenüber den privaten Sendern problematisiert wurde, gilt die Kritik heute vor allem ihren Auswirkungen auf die Qualität des öffentlich-rechtlichen Rundfunkprogramms. Diese Problematik kann politisch unterschiedlich bewertet werden.
Anliegen dieser Arbeit ist es jenseits politscher
Auseinandersetzungen deutlich zu machen, dass der entsprechende verfassungsrechtliche Anspruch unabdingbar einzulösen ist.
Bedauerlicherweise ist es nicht zu erwarten, dass der grundlegend sich in Überarbeitung befindliche neue Medienstaatsvertrag den hier formulierten verfassungsrechtlichen Anspruch aufgreifen wird.
Die Arbeit soll aber einen Beitrag dazu leisten, dass der ganz
sicher auch deshalb weiter anhaltende Diskurs über die Qualität des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, im Hinblick auf den Einfluss der Werbeindustrie auf das Programm als eine
verfassungsrechtliche Dimension verstanden wird.

ISBN-13 (Printausgabe) 9783689523299
ISBN-13 (E-Book) 9783689523305
DOI 10.61061/ISBN_9783689523299
Buchendformat A5
Sprache Deutsch
Seitenanzahl 400
Umschlagkaschierung matt
Auflage 1.
Erscheinungsort Göttingen
Erscheinungsdatum 01.09.2025
Allgemeine Einordnung Dissertation
Fachbereiche Rechtswissenschaft
Schlagwörter Rundfunkwerbung, öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Rundfunkfreiheit, Konvergenz, duales Rundfunksystem, Rundfunkfinanzierung, funktionales Grundrechtsverständnis, inhaltliche Konvergenz im dualen Rundfunksystem Gesetzliche Ausgestaltung der Rundfunkfreiehti, Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, Grundversorgung