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Inhaltsverzeichnis, PDF (200 KB)
In der vorliegenden Masterarbeit wird die komplexe Thematik der albanischen Frage im Kontext der geopolitischen Interessen der Großmächte und der Balkanstaaten im frühen 20. Jahrhundert untersucht. Dabei wird auf eine Vielzahl von Literaturquellen zurückgegriffen, um sowohl bekannte als auch bisher unbekannte historische Fakten zu erschließen.
Die Habsburgermonarchie spielte eine zentrale Rolle bei der Lösung der albanischen Frage. Sie verfolgte das Ziel, ein autonomes oder unabhängiges Albanien zu schaffen, um die panslawische Politik Russlands und den italienischen Imperialismus am Balkan zu stoppen. Die albanische Frage war somit ein zentraler Aspekt der geostrategischen und geopolitischen Interessen der Habsburgermonarchie. Die anderen Großmächte und die Balkanstaaten hatten jedoch ebenfalls eigene Interesse in der Region. Russland wollte den Balkan in seinen Einflussbereich bringen und widersetzte sich der Schaffung eines unabhängigen Staates namens Albanien. Italien wiederum versuchte, seine imperialistische Ziele zu verwirklichen. Die Balkanstaaten selbst wollten ebenfalls ihre Territorien erweitern, was zu weiteren Spannungen führte. Für die Habsburgermonarchie war die Lösung der albanischen Frage für ihre Stellung am Balkan von entscheidender Bedeutung, da dies dazu beitrug, die Expansionspläne der Balkanstaaten zu durchkreuzen. Bis 1912 hielt die österreichisch-ungarische Außenpolitik am Status quo auf dem Balkan fest. Doch vollzog sie einen Kurswechsel: Sie strebte entweder die Autonomie oder die Unabhängigkeit Albaniens an bzw. eine Umsetzung des Londoner Vertrages von 1913. Auch eine militärische Intervention wurde nicht ausgeschlossen. Die Londoner Konferenz fixierte die Autonomie Albaniens und verhinderte einen Krieg zwischen den Großmächten. Das änderte nichts daran, dass 1914 Italien der größte Rivale der Habsburgermonarchie in der Albanien-Frage wurde.
Die vorliegende Arbeit versucht aufzuzeigen, wie die geopolitischen Interessen Österreich-Ungarns die Lösung der albanischen Frage beeinflusste.
| ISBN-13 (Printausgabe) | 9783689525927 |
| ISBN-13 (E-Book) | 9783689525934 |
| Buchendformat | A5 |
| Sprache | Deutsch |
| Seitenanzahl | 148 |
| Umschlagkaschierung | matt |
| Auflage | 1. |
| Erscheinungsort | Göttingen |
| Erscheinungsdatum | 10.08.2026 |
| Allgemeine Einordnung | Master Theses |
| Fachbereiche |
Geschichtswissenschaften
|
| Schlagwörter | Albanien, Österreich-Ungarn, Balkanpolitik, Außenpolitik, Diplomatie, Balkankriege, Großmächte, Habsburgermonarchie, Osmanisches Reich, Südosteuropa, Internationale Beziehungen, Unabhängigkeit Albaniens, Ismail Qemali, Bosnische Annexionskrise, Europäische Geschichte |