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Die Anfänge des Hamburger Abendblattes von 1948 bis 1965

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Die Anfänge des Hamburger Abendblattes von 1948 bis 1965 (Tienda española)

Eine biografische Studie über seine Redaktion

Florian Jaster (Autor) ISNI

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Die Untersuchung analysiert die Entwicklung des Hamburger Abendblatts (HABL) in den ersten Nachkriegsjahrzehnten und beleuchtet dessen publizistisches Konzept, den wirtschaftlichen Erfolg sowie den Umgang mit der nationalsozialistischen Vergangenheit. Im Mittelpunkt steht die enge Zusammenarbeit zwischen Axel Springer und seiner Redaktion, deren journalistische Ausrichtung maßgeblich zum Aufstieg der Zeitung beitrug.

Die Studie zeigt, dass das Hamburger Abendblatt mit einer Kombination aus lokaler Berichterstattung, alltagsnahen Themen, einem betont menschlichen Journalismus und innovativen Werbestrategien den gesellschaftlichen Bedürfnissen der Nachkriegszeit entsprach. Das Leitmotiv „Seid nett zueinander“ sowie Formate wie Ratgeberrubriken und Human-Interest-Geschichten trugen wesentlich zur hohen Identifikation der Leserschaft mit der Zeitung bei und machten das Blatt zu einem Symbol des demokratischen und wirtschaftlichen Neubeginns in der Bundesrepublik.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Berichterstattung über die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit. Die Analyse verdeutlicht, dass sich das Hamburger Abendblatt erst ab den späten 1950er- und frühen 1960er-Jahren intensiver mit den NS-Verbrechen auseinandersetzte, insbesondere im Zusammenhang mit dem Eichmann- und dem Frankfurter Auschwitz-Prozess. Gleichzeitig werden personelle Kontinuitäten innerhalb der Redaktion sowie der pragmatische Umgang mit belasteten Journalisten kritisch untersucht.

Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass das Hamburger Abendblatt maßgeblich zur demokratischen Orientierung und gesellschaftlichen Integration der Nachkriegsgesellschaft beitrug, jedoch nicht als zentrales Instrument der publizistischen Aufarbeitung der NS-Vergangenheit verstanden werden kann. Damit liefert die Studie neue Erkenntnisse zur Entwicklung der bundesdeutschen Presse, zur Geschichte des Axel-Springer-Verlags und zur Rolle der Medien im Spannungsfeld zwischen wirtschaftlichem Erfolg, journalistischer Verantwortung und Erinnerungskultur.

ISBN-13 (E-Book) 9783689525477
DOI 10.61061/ISBN_9783689525477
Formato A4
Idioma Alemán
Numero de paginas 336
Edicion 1.
Lugar de publicacion Göttingen
Fecha de publicacion 17.06.2026
Clasificacion simple Tesis doctoral
Area Historia medieval
Historia moderna
Palabras claves Pressegeschichte, Mediengeschichte, Journalismus, Nachkriegspresse, Erinnerungskultur, Lizenzpresse Human-Interest-Journalismus, Lokalpresse, Zeitungsgeschichte, Medien und Gesellschaft, Redaktionsgeschichte, Presse im 20. Jahrhundert, Demokratiegeschichte, Politische Kommunikation, Deutsche Zeitgeschichte, Publizistik, Axel Springer und die Nachkriegspresse, Pressegeschichte der Bundesrepublik, NS-Aufarbeitung in den Medien, Mediengeschichte Deutschlands, Journalismus in der Nachkriegszeit, Erinnerungskultur und Presse, Zeitgeschichte der Bundesrepublik, Geschichte des Axel-Springer-Verlags, Demokratisierung durch Medien