Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.

Cuvillier Verlag

30 Jahre Kompetenz im wissenschaftlichen Publizieren
Internationaler Fachverlag für Wissenschaft und Wirtschaft

Cuvillier Verlag

De En Es
"Psychodynamische Kurzzeittherapie und kognitive Verhaltenstherapie bei generalisierter Angststörung – eine randomisierte, kontrollierte und manualisierte Therapiestudie."

Printausgabe
EUR 23,00 EUR 21,85

E-Book
EUR 0,00

"Psychodynamische Kurzzeittherapie und kognitive Verhaltenstherapie bei generalisierter Angststörung – eine randomisierte, kontrollierte und manualisierte Therapiestudie."

Christel Winkelbach (Autor)

Vorschau

Inhaltsverzeichnis, Datei (53 KB)
Leseprobe, Datei (42 KB)

ISBN-13 (Printausgabe) 3867275750
ISBN-13 (Printausgabe) 9783867275750
ISBN-13 (E-Book) 9783736925755
Sprache Deutsch
Seitenanzahl 142
Auflage 1 Aufl.
Band 0
Erscheinungsort Göttingen
Promotionsort Universität Göttingen
Erscheinungsdatum 10.10.2008
Allgemeine Einordnung Dissertation
Fachbereiche Psychologie
Schlagwörter Psychothjerapie, Angst
Beschreibung

Die generalisierte Angststörung (GAS) ist eine häufige, chronische und psycho-sozial
stark beeinträchtigende Störung (Wittchen & Hoyer, 2001). Von 2001 bis 2007 wurde
in einer kontrollierten und randomisierten Psychotherapiestudie anhand von 59
Patienten mit einer GAS die Effektivität und Stabilität therapeutischer Interventionen
überprüft. Die beiden Therapieformen (kognitiv-behaviorale, CBT, und supportivexpressive
Therapie, SET) wurden in ihrer Wirksamkeit bezüglich verschiedener
Parameter überprüft (Angst, Sorgenverhalten, komorbide Depressivität,
interpersonelle Probleme, gesundheitliche Zufriedenheit) und miteinander verglichen.
Die diagnostischen Untersuchungen und das Monitoring wurde hauptsächlich von
der Autorin dieser Arbeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung für
Psychotherapie und Psychosomatik der Universität Göttingen durchgeführt. Die
psychotherapeutischen Behandlungen fanden in den Praxen von 9 niedergelassenen
Therapeuten aus Göttingen und Umgebung statt. Die Therapien waren manualisiert
und hatten einen Umfang von 25 Sitzungen, einmal die Woche für 50 min. Das
Manual der CBT basierte auf dem Behandlungsmanual der Arbeitsgruppe um Barlow
(Brown, O`Leary & Barlow, 1993) und setzt sich aus Wissensvermittlung
(Erkrankung, Angst, Sorgenmechanismus) und dem Erlernen von
Entspannungstechniken, der Modifikation von dysfunktionalen Gedanken und
Sorgenexposition zusammen. Das Manual der SET stellt eine modifizierte Version
der SET nach Luborsky (1995) dar, in der der Schwerpunkt auf dem Entdecken und
Durcharbeiten des zentralen Beziehungskonfliktthemas mit supportiven und
expressiven Techniken liegt.
Die beiden untersuchten psychotherapeutischen Verfahren, insbesondere die
kognitiv-behaviorale Behandlung, haben sich bei Patienten mit generalisierter
Angststörung als sehr wirksam und in ihren Effekten über einen Katamnesezeitraum
von einem halben Jahr stabil erwiesen. Die gefundenen hohen Effektstärken zeigten
sich dabei in allen Symptomkategorien. Entgegen den bisherigen Ergebnissen von
Meta-Analysen (Ruhmland & Margraf, 2001) zeigte sich die psychodynamische
Kurzzeittherapie in ihrer Wirksamkeit auch über den Katamnesezeitraum stabil.
Allerdings konnte eine vergleichbare Wirksamkeit der beiden Therapieformen in
dieser Studie nicht in allen Symptomkategorien nachgewiesen werden. Zwar fand
sich in den meisten Kategorien kein statistisch bedeutsamer Unterschied zwischen
den Gruppenergebnissen. In der Tendenz fielen die Ergebnisse der CBT jedoch
besser aus. Eine bedeutsame Überlegenheit der CBT fand sich hauptsächlich in der
Reduzierung des Sorgenverhaltens. Darüber hinaus kann eine generalisierende
Feststellung der Überlegenheit einer Therapieform aufgrund der inkonsistenten
Befunde und der geringen Stichprobengröße nicht gemacht werden. Die Ergebnisse
zur klinischen Signifikanz bestätigen bisherige Befunde. Trotz der großen
Verbesserungseffekte, die erzielt wurden, bleiben die Prozentzahlen `geheilter`
Patienten hinter den Erwartungen zurück. Bewährt hat sich in dieser Studie die
Therapieevaluation in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Psychotherapeuten. Es
konnten einige Vorteile eines naturalistischen Settings (langjährig tätige,
wissenschaftlich unabhängige Behandler) mit nötigen Anforderungen an eine
wissenschaftliche Studie kombiniert werden.