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Titelbild-leitlinien
Doping und Enhancement

Impresion
EUR 33,10 EUR 31,45

E-Book
EUR 23,17

Doping und Enhancement (Volumen 6)

Interdisziplinäre Studien zur Pathologie gesellschaftlicher Leistungsorientierung

Andreas Singler (Autor)

Previo

Indice, Datei (60 KB)
Lectura de prueba, Datei (120 KB)

ISBN-10 (Impresion) 3869556722
ISBN-13 (Impresion) 9783869556727
ISBN-13 (E-Book) 9783736936720
Idioma Deutsch
Numero de paginas 212
Laminacion de la cubierta Brillante
Edicion 1 Aufl.
Serie Würzburger Beiträge zur Sportwissenschaft
Volumen 6
Lugar de publicacion Göttingen
Lugar de la disertacion Würzburg
Fecha de publicacion 08.02.2012
Clasificacion simple Tesis doctoral
Area Ciencias del deporte
Historia
Palabras claves Neueste Geschichte und Zeitgeschichte, Doping, Medikamentenmissbrauch, Neuroenhancement, Selbstoptimierung, Leistungsorientierung, Dopingprävention
Descripcion

Doping im Sport ist seit rund 100 Jahren Gegenstand eines breiten gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Diskurses. Dieser Diskurs zeugt immer wieder von geradezu alchemistischen Vorstellungen einer gefahrlos möglichen pharmakologischen Selbsttransformation zum Zweck der Leistungssteigerung. Der aktuelle Diskurs um Neuroenhancement („Gehirndoping“) weist dazu verblüffende Parallelen auf. In diesem Buch soll deshalb der Versuch unternommen werden, aus der Geschichte des Dopings für das aktuelle Enhancement-Problem zu lernen.
Doping wird dabei als Risikoentwicklung beschrieben, die mit einer hohen Zwangsläufigkeit unerwünschte medizinische und soziale Nebenfolgen zeitigt. Diese wiederum sind geeignet, die angestrebten Ziele langfristig zu gefährden. Untersucht wird, wie moderne Leistungsorientierung ideengeschichtlich erzeugt und ethisch aufgeladen wurde und wie dies offenbar den Blick für pathologische Seiten dieser sportlichen wie gesellschaftlichen Leistungsorientierung verstellt.
Doping und Enhancement sind damit nicht nur als betrügerische Handlungen Einzelner zu begreifen, sondern mehr noch als verzweifelte Antwort von Menschen auf eine Hypertrophie gesellschaftlicher Leistungsorientierung. Daraus werden Schlussfolgerungen für eine breitere Strategie gegen sportlichen und gesellschaftlichen Medikamentenmissbrauch gezogen. Erfolgreich kann Prävention jedoch nur dann sein, wenn die Bedingungen, unter denen moderne Gesellschaften Leistung generieren, grundlegend hinterfragt werden.