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Vergleich von Sprachduktus und Melodik historischer Aufnahmen der Peking-Oper

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Vergleich von Sprachduktus und Melodik historischer Aufnahmen der Peking-Oper (Volume 123)

Shu-Jiuan Lu (Author)

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ISBN-13 (Printausgabe) 3869553839
ISBN-13 (Hard Copy) 9783869553832
ISBN-13 (eBook) 9783736933835
Language Alemán
Page Number 506
Edition 1 Aufl.
Book Series Orbis Musicarum
Volume 123
Publication Place Göttingen
Place of Dissertation Universität Göttingen
Publication Date 2010-06-28
General Categorization Dissertation
Departments Art
Description

Außerhalb (und möglicherweise sogar auch schon innerhalb) Chinas existiert die Vorstellung, dass die Gesangsmelodie des traditionellen chinesischen Musiktheaters musikalisch unbefriedigend sei. Eine wichtige Voraussetzung zum Verständnis besteht aber darin, dass der Gesang des traditionellen chinesischen Musiktheaters durch die Sprachmelodie wesentlich mitbestimmt wird und nicht wie in der westlichen Musik motivisch und thematisch bearbeitet wird. Aber in der Tat ist die Melodik nach den vorliegenden Analysen nicht völlig ohne eine Verarbeitung musikalischer Elemente. Nur die Gesangsmelodie (außer in einigen Ausnahmen bei kurzen Abschnitten) wird nicht von vorn herein als Ganzes entworfen, sondern oft lokal musikalisch bearbeitet. Es versteht sich, dass im Vergleich mit längeren Gesangsabschnitten wie Yuanban, Manban usw., ein kurzer, aus einem einzigen Shangju oder Xiaju bestehender Gesangsabschnitt wie Daoban und Huilong, leichter in seiner Ganzheit musikalisch zu konzipieren ist.
In der Analyse der kurzen und metrisch verbundenen Gesangsabschnitte Huilong aus den Peking-Opern „Li ling bei“ und „Ba da chui“ im 1. und 4. Kapitel sieht man, wie Yu Shuyan diese zwei Gesangsabschnitte musikalisch konzipiert und wie er sich zugleich um eine Integration der Sprach- mit der Gesangsmelodie bemüht. Diese zwei Gesangsabschnitte sind in ihrer Ganzheit melodisch und rhythmisch organisiert. Eine absonderliche Weise des musikalischen Entwurfs zeigt sich im Huilong der Peking-Oper „Ba da chui“ des 4. Kapitels, in dem die Aufreihung der Sprachtöne am Anfang des Huilong das rhythmische Konzept verursacht. Eigentlich ist es schwer vorstellbar, dass die Sprachtöne und die Rhythmik miteinander in Zusammenhang gebracht werden können. Zu sehen ist auch, dass das mit den Sprachtönen der Textsilben im Zusammenhang stehende rhythmische Konzept kunstfertig mit pausierenden Unterbrechungen als Beschreibung des Atemlosen oder der Atempause den Textinhalt „Tag und Nacht auf den Beinen“ lebensnah interpretiert. Darin zeigen sich die Gewissenhaftigkeit und das Talent des Opernsängers, weil er die drei Seiten musikalisches Konzept, Sprachmelodie und Textinterpretation mit seiner Strategie hat miteinander kombinieren und integrieren können.